Bitte "liken" Sie diesen Artikel!
Tweet
Umweltjournal Umweltlexikon
Lexikon durchsuchen

Weltbank



Auch: Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. 1944 gegründete Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington (Mitgliederzahl 1986: 151 Mitglieder).




Zu ihren Aufgaben gehörte zunächst die Förderung des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg. Mittlerweile spielt sie eine maßgebliche Rolle bei der internationalen Koordinierung der Entwicklungshilfe. Offizielle Zielsetzung der W. ist die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und die Bekämpfung der Armut.

Dies geschieht sowohl durch die Gewährung von Darlehen und finanzielle Garantieübernahmen als auch durch die projektbezogene Beratung von Regierungen. Die W. erstellt u.a. länder- oder regionalbezogene Entwicklungsstudien und finanziert Ausbildungsaktivitäten. Die Darlehenspolitik erfolgt nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen. Kredite mit einer Laufzeit von 15-25 Jahren werden grundsätzlich nur an die Regierungen oder gegen Regierungsgarantie vergeben. Die Finanzierung der Darlehen erfolgt aus dem von den Mitgliederländern gezeichneten Grundkapital, den Darlehensrückzahlungen, den Reingewinnen, Schuldverschreibungen und dem Verkauf von Darlehensforderungen.

Die W. sieht ihre Arbeit in einem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhang, ökologische Aspekte werden erst seit kurzer Zeit innerhalb dieses Rahmens integriert. Bis dahin wurden Umweltaspekte oft völlig vernachlässigt, wie z.B. bei der Nutzung der Kernenergie (Kernkraftwerke) oder auch der großtechnischen Wasserkraft. Auf massive Kritik hin stellte die W. ihre internen Strukturen um, um zukünftig Wechselwirkungen zwischen der geförderten wirtschaftlichen Entwicklung und möglichen Umweltbelastungen zu berücksichtigen. Die W. will sogar direkte Naturschutzvorhaben unterstützen und Umweltschutz zum festen Bestandteil ihrer Projekte machen. Echte Impulse fehlen bislang allerdings; so wartet z.B. die Solarenergie immer noch vergeblich auf eine finanzielle Unterstützung der W. zur Realisierung von Solarkraftwerken in Entwicklungsländern.


Weitere Meldungen zum Thema "Weltbank":

Grenzenlos. Migration in einer begrenzten Welt.Grenzenlos. Migration in einer begrenzten Welt.
Berlin: Das Zusammenwirken von Migration und Entwicklung ist eine Herausforderung für die Demokratie. Die weltweiten Flucht- und Migrationsbewegungen sind eine Reaktion auf eine Globalisierung, die an den Ressourcen und Märkten in den Ländern des Südens, nicht aber an seiner Bevölkerung interessiert ist.
Studie der Weltbank muss Energiewende-Gegner wachrüttelnStudie der Weltbank muss Energiewende-Gegner wachrütteln
Berlin, 21.06.2013: Die heute in London veröffentlichte Klimastudie der Weltbank „Turn Down the Heat: Climate Extremes, Regional Impacts, and the Case for Resilience“, welche die Folgen einer globalen Erwärmung um2°C bzw. 4°C in Afrika und Asien skizziert, kommentiert Jan Kowalzig, Klima-Experte bei Oxfam Deutschland:
Tschüss Vattenfall! Erfolgreiches Volksbegehren „Neue Energie für Berlin“Tschüss Vattenfall! Erfolgreiches Volksbegehren „Neue Energie für Berlin“
Berlin / Hamburg, 12.06.2013: ROBIN WOOD gratuliert den BerlinerInnen zum erfolgreichen Volksbegehren „Neue Energie für Berlin“. Die Umweltorganisation sieht darin einen wichtigen Schritt in Richtung einer umwelt- und klimafreundlichen sowie demokratisch kontrollierten Energieversorgung.
Brasilien verpasst Frist, um das bedrohteste Volk der Welt zu rettenBrasilien verpasst Frist, um das bedrohteste Volk der Welt zu retten
Berlin / London, 09.04.2013: Die brasilianischen Behörden haben Ende März eine Frist ungenutzt verstreichen lassen, die ein Bundesrichter ihnen gestellt hatte, um alle Eindringlinge aus dem Gebiet des bedrohtesten Volkes der Welt auszuweisen.
Agrarpolitik der Industrienationen tötet weltweit Mensch und Tier:Agrarpolitik der Industrienationen tötet weltweit Mensch und Tier:
Wülfrath, 19.10.2012: Jeden Tag verhungern 60.000 Menschen und 150 Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Das, so der SAVE Wildlife Conservation Fund, gehe maßgeblich auf eine verfehlte Agrar-Subventionspolitik der Industrienationen zurück.
Brasilien: Bergbaugigant bringt bedrohtestes Volk der Welt in GefahrBrasilien: Bergbaugigant bringt bedrohtestes Volk der Welt in Gefahr
Berlin / London, 27.07.2012: Das Vorhaben des Bergbaukonzerns Vale, eine Bahnstrecke zu erweitern, die schon einmal Teile von Brasiliens Amazonasgebiet für Eindringlinge erschlossen hatte, bringt nun das bedrohteste Volk der Welt in unmittelbare Gefahr.
Weltbank finanziert Stromleitungen zu kontroversem StaudammWeltbank finanziert Stromleitungen zu kontroversem Staudamm
Berlin / London, 14.07.2012: Menschenrechtsorganisationen, darunter Survival International und Human Rights Watch, haben die Entscheidung der Weltbank heftig kritisiert, Stromleitungen für den kontroversen Gibe III Staudamm in Äthiopien zu finanzieren.
Umweltverbände: Umweltverbände: "Vattenfall die persönliche 'Lizenz' entziehen"
Brunsbüttel / Berlin, 10.03.2012: Kurz vor dem Fukushima-Jahrestag macht der Atomkonzern Vattenfall erneut Schlagzeilen als Pfuschbetreiber von Atomkraftwerken.
Nahrungsmittel-Spekulation verschärft Hungerkrisen: Deutsche Bank muss aussteigenNahrungsmittel-Spekulation verschärft Hungerkrisen: Deutsche Bank muss aussteigen
Berlin / Aachen, 18.01.2012: Oxfam, Misereor und WEED werfen der Deutschen Bank vor, mitverantwortlich für Preisexplosionen auf den Weltagrarmärkten zu sein, die Lebensmittel für in Armut lebende Menschen unbezahlbar machen.
Zynische Werbung der Deutsche Bank mit dem Hunger in der Welt - Stopp Nahrungsmittelspekulation!Zynische Werbung der Deutsche Bank mit dem Hunger in der Welt - Stopp Nahrungsmittelspekulation!
Berlin, 12.01.2012: "Freuen Sie sich über steigende Preise?" Diesen Spruch konnten Verbraucher vor einigen Jahren auf Brötchentüten lesen.
Bitte "liken" Sie diesen Artikel!
Tweet
Lexikon durchsuchen Umweltjournal lesen Newsletter bestellen Impressum
mobil.umweltlexikon-online.de ist ein
Projekt der André Sepeur Medienberatung