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EN 71

Die Europäische Norm EN 71 Teil 3 beschreibt die Sicherheit von Spielzeug und hat den Status einer Deutschen Norm (DIN).

Sie legt Anforderungen und Prüfverfahren für die Migration bestimmter Elemente aus Spielzeugmaterial fest. Diese Anforderungen berücksichtigen jedoch keine Gefahren, die sich aus dem Einsatz anderer organischer Substanzen bei der Spielzeugherstellung ergeben können.

Mit Ausgabe November 2002 liegt die Neufassung der Norm EN 71-3 vor, die als DIN EN 71-3 in das Deutsche Normenwerk übernommen wurde. Diese Neuausgabe stellt mittlerweile die 5. Fassung dieses Norm-Teiles dar.

Fingermalfarben wurden aus dem Anwendungsbereich der Norm gestrichen. Für Fingermalfarben liegt mittlerweile ein eigener Normteil vor (DIN EN 71-7).

"Die Art und Weise, wie die Bioverfügbarkeit in der EU-Spielzeugrichtlinie definiert ist, ergab die Prüfverfahren in der Norm, die sich mit der Migrationmenge der löslichen Elemente aus einem Spielzeugmaterial befassen. Die Richtlinie führt Grenzwerte der Bioverfügbarkeit auf für Antimon, Arsen, Barium, Cadmium, Chrom, Blei, Quecksilber und Selen. Die Grenzwerte finden Sie auf der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR):
www.bfr.bund.de

Für die Umsetzung der Werte war es notwendig, einen oberen Grenzwert für die Aufnahme von Spielzeugmaterial festzulegen. Für die Festlegung dieses oberen Grenzwertes stand nur eine sehr begrenzte Anzahl von Daten zur Verfügung. Als Arbeitshypothese wurde eine durchschnittliche Gesamtaufnahme von 8 mg verschiedener Spielzeugmaterialien je Tag angenommen in dem Bewusstsein, dass in einigen Fällen dieser Wert überschritten werden könnte.

Durch die Kombination der angenommenen täglichen Aufnahme, mit den Werten der Bioverfügbarkeit, werden Grenzwerte für verschiedene toxische Elemente in Egg je g (mg/kg) ermittelt, die in der Norm in einer Tabelle im Einzelnen angegeben werden. Die ermittelten Werte wurden so angepasst, dass einerseits die eventuell mögliche Belastung der Kinder durch toxische Elemente auf ein Minimum beschränkt und andererseits die analytische Durchführbarkeit gesichert wird, indem die Grenzwerte berücksichtigt werden, die unter gegenwärtigen Produktionsbedingungen erreichbar sind."

Im festgelegten Prüfverfahren wird mit einem künstlichen Magensaft die Auslösung bestimmter Elemente aus Spielzeugmaterial simuliert. Bei der Auswertung der Messergebnisse dürfen die festgelegten Grenzwerte nicht überschritten werden. Man geht davon aus, dass Kinder an Spielzeug lecken und daran herumnagen, so dass bestimmte Mengen an Material in den Magen gelangen können.

Die Normen sind zu bezeihen bei:
Beuth Verlag GmbH
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin
Tel. 0 30 / 26 01 - 22 60
Fax: 0 30 / 26 01 - 12 60
E-Mail: postmaster@beuth.de

Siehe auch Stichwort: Kinderspielzeug

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