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Betriebswirtschaftslehre

Gegenstand der B., die im Unterschied zur Volkswirtschaftslehre einzelwirtschaftlich orientiert ist, sind die Grundlagen, Strukturen, Prozesse und Entscheidungen in Betriebswirtschaften.


Als Betrieb bzw. Betriebswirtschaft können alle Organisationen bezeichnet werden, die schwerpunktmäßig materielle und immaterielle (Dienstleistungen) Güter erstellen . Neben einer allgemeinen B. existiert eine Vielzahl besonderer oder spezieller B.. Der Forschungsbereich der speziellen B. orientiert sich branchenspezifisch (Einzelbereiche einer Gesamtwirtschaft, z.B. Banken, Handwerk, öffentliche Betriebe), funktionsspezifisch (z.B. Beschaffung, Produktion, Absatz) oder instrumentalspezifisch (z.B. Führungssysteme, Marketing, Steuern).
Obwohl die natürliche Umwelt bei jeder Art der betrieblichen Leistungserstellung - mittelbar oder unmittelbar - als Ressourcenlieferant für den Input bzw. als Aufnahmemedium für den Output dient, beschäftigt sich die B. erst seit Mitte der 70er Jahre mit ökologischen Fragestellungen. Auch wenn inzwischen erste Konzepte zur Integration ökologischer Fragestellungen in die B. vorliegen (z.B.Öko-Marketing), ist ein Theoriedefizit in diesem Bereich zu beklagen.
Allerdings ist seit Ende der 80er Jahre ein lebhaftes Interesse an ökologischen Problemstellungen zu verzeichnen. Ziel dieser Bemühungen ist es, nicht nur eine weitere Spezialisierung (Stichwort "ökologieorientierte B.") zu schaffen, sondern gleichzeitig auch eine Berücksichtigung der ökologischen Rahmendaten in den bestehenden Spezialdisziplinen. Auslöser für die Erweiterung der B. ist das Bedürfnis der Betriebe nach einem Instrumentarium zur Bewältigung eines immer stärker artikulierten Rechtfertigungsdrucks des gesellschaftlichen Umfelds und die Aussicht, daß ein ökologisches Instrumenatarium ein strategischer Überlebensvorteil des einzelnen Betriebs gegenüber seinen Wettbewerbern ist. Aufgrund der zunehmenden Forderungen, die verschiedene Interessengruppen (Staat, Verbraucher, Umweltschutzverbände oder Medien) an Betriebe stellen, dürfte es in Zukunft nötig sein, die Auswirkungen auf die natürliche Umwelt bei nahezu allen betrieblichen Entscheidungen zu berücksichtigen.
Auch wenn schon die Mehrzahl der bundesdeutschen Betriebe mittlerweile den Umweltschutz als Ziel benennt, bleibt fraglich, inwieweit dies auch tatsächlich umgesetzt wird. Da der individuelle Gewinn zentrale Steuerungsgröße unseres Wirtschaftssystems ist, muß durch eine entsprechende Gestaltung der betrieblichen Rahmenbedingungen erreicht werden, daß die bislang häufig negative Korrelation zwischen Gewinn und Umweltschutz, zumindest in mittelfristiger Sicht, positiv wird.
Umweltökonomie, Öko-Marketing


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